a-Deklination

Die a-Deklination umfasst überwiegend feminine Substantive und ist besonders regelmäßig.

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Kennzeichen

Die a-Deklination erkennt man sicher an folgenden Merkmalen:

Formenschema: rosa, rosae f.

KasusSingularPlural
Nominativrosarosae
Genitivrosaerosārum
Dativrosaerosis
Akkusativrosamrosas
Ablativrosārosis
Vokativrosarosae

Der Vokativ ist der Kasus der direkten Anrede. In der a-Deklination ist er in beiden Numeri mit dem Nominativ identisch: O rosa! – O Rose!

Beispiele

Besonderheiten

Genitiv Plural auf -um

Die reguläre Endung des Genitiv Plural lautet -ārum (rosārum). Bei einigen griechischen Lehnwörtern begegnet daneben eine archaische Form auf -um, die durch Kontraktion aus -ārum entstanden ist. Sie ist selten und findet sich vor allem in älteren Texten und in der Dichtung.

Belegt z. B.: amphorum neben amphorārum (von amphora, ae f.); drachmum neben drachmārum (von drachma, ae f.).

Dativ und Ablativ Plural: -ābus bei dea und filia

Regulär endet der Dativ und Ablativ Plural auf -is (rosis). Bei dea, deae f. (Göttin) und filia, filiae f. (Tochter) werden daneben die Sonderformen deābus und filiābus verwendet.

Hintergrund: Die maskulinen Entsprechungen deus, deī m. und filius, filiī m. bilden denselben Kasus ebenfalls auf -is (deis, filiis). Um Verwechslungen zwischen weiblichen und männlichen Gottheiten bzw. Kindern zu vermeiden, entstanden eigene Formen für das Femininum.

Wort-is-Form (nach Paradigma)-ābus-Sonderform
dea – Göttindeisdeābus
filia – Tochterfiliisfiliābus

Genus und typische Fehler

Genus

Substantive der a-Deklination sind fast ausnahmslos feminin. Die wichtigste Ausnahme bilden Wörter für männliche Personen und Berufe: Sie sind grammatisch maskulin, deklinieren sich jedoch vollständig nach der a-Deklination. Adjektive und Pronomina, die sich auf solche Substantive beziehen, müssen im Maskulinum stehen (agricola bonus, nicht bona).

Maskuline Eigennamen auf -a folgen demselben Muster: Catilīna, Catilīnae m.; Sulla, Sullae m.

Typische Fehler

Quellen und Referenzgrammatiken

Häufige Fragen

Welche Substantive gehören zur a-Deklination?

Zur a-Deklination gehören überwiegend feminine Substantive mit Nom. Sg. auf -a und Gen. Sg. auf -ae (rosa, puella, via, terra). Ausnahmen bilden maskuline Substantive, vor allem Personen- und Berufsbezeichnungen: agricola (Bauer), nauta (Seemann), poēta (Dichter), incola (Bewohner). Griechische Lehnwörter auf -ās/-ēs (Aenēās, comēta) folgen ebenfalls der a-Deklination.

Wie lautet die vollständige Endungstabelle der a-Deklination?

Muster rosa, -ae f. – Singular: Nom. rosa, Gen. rosae, Dat. rosae, Akk. rosam, Abl. rosā, Vok. rosa. Plural: Nom. rosae, Gen. rosārum, Dat./Abl. rosīs, Akk. rosās, Vok. rosae. Wichtig: Der Ablativ Singular trägt immer ein langes – so lässt er sich vom Nominativ (rosa) unterscheiden.