Indirekte Rede

Die indirekte Rede wird im Lateinischen häufig mit dem AcI wiedergegeben.

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Indirekte Behauptung – AcI

Indirekte Behauptungen (nach Verben des Sagens, Denkens, Glaubens, Wahrnehmens) stehen im Lateinischen als AcI (Accusativus cum Infinitivo), nicht als dass-Satz mit Konjunktiv wie im Deutschen.

ZeitverhältnisInfinitiv (Aktiv)Infinitiv (Passiv)Beispiel
gleichzeitigInf. PräsensInf. Präs. Pass. (-rī)Dicit sē venīre. – Er sagt, er komme.
vorzeitigInf. Perfekt (-isse)PPP + esseDicit sē vēnisse. – Er sagt, er sei gekommen.
nachzeitigPFA + essePFA + īrī (selten)Dicit sē ventūrum esse. – Er sagt, er werde kommen.

Das Reflexivpronomen se / suus im AcI verweist auf das Subjekt des einleitenden Satzes (nicht auf das AcI-Subjekt).

Indirekte Frage – Konjunktiv

Indirekte Fragen (nach Verben des Fragens, Wissens, Zweifelns) stehen im Konjunktiv und folgen der consecutio temporum. Sie werden durch Interrogativpronomina oder Adverbien eingeleitet.

Fragewörter: quis/quid, uter, quot, qualis, quantus, ubi, quo, unde, quomodo, cur, quando, num, -ne, utrum … an / necne.

Indirekte Aufforderung – ut/ne + Konjunktiv

Indirekte Aufforderungen (nach Verben des Bittens, Befehlens, Erlaubens, Verbietens) stehen mit ut (positiv) oder ne (negativ) + Konjunktiv.

Verben wie iubēre und vetāre konstruieren direkt mit AcI + Infinitiv: Iussit eōs venīre.Vetuit eōs īre.