Lokalkonstruktionen

Ortsangaben werden im Lateinischen teils mit Präpositionen, teils ohne Präposition gebildet.

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Ortsangaben mit Präposition

Bei Appellativen (Gattungsnamen) werden Ortsangaben regulär mit Präpositionen und dem entsprechenden Kasus gebildet.

FrageKonstruktionBeispielÜbersetzung
Wohin? (Richtung)in + Akkusativin silvam iter geht in den Wald
Wo? (Ort)in + Ablativin silvā stater steht im Wald
Woher? (Herkunft)ex/ab + Ablativex silvā veniter kommt aus dem Wald

Ortsnamen und Inseln (ohne Präposition)

Städtenamen, kleine Inseln und einige feste Ausdrücke werden ohne Präposition gebildet.

FrageKonstruktionBeispielÜbersetzung
Wohin?Akkusativ (ohne in)Rōmam eōIch gehe nach Rom.
Wo?Locativus (= Gen. Sg. bei Dekl. 1/2; = Abl. bei Dekl. 3)Rōmae sumIch bin in Rom.
Woher?Ablativ (ohne ab/ex)Rōmā venioIch komme aus Rom.

Weitere Locativ-Formen: domī (zu Hause), rūrī (auf dem Land), humī (am Boden), Carthāginī (in Karthago).

Bewegungsverben und Sonderformen

Bei Eigennamen, die zur 1. oder 2. Deklination gehören, fällt der Locativ mit dem Genitiv zusammen: Rōmae, Corinthī. Bei der 3. Deklination fällt er mit dem Ablativ zusammen: Carthāgine / Carthāginī.