Pronomen (Fürwort)
Pronomen vertreten Substantive oder verweisen auf sie. Die meisten Formen sind unregelmäßig und müssen auswendig gelernt werden.
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- Personal-, Possessiv-, Demonstrativ- und Relativpronomen deklinieren
- Pronomina im Satz erkennen und ihrer syntaktischen Funktion zuordnen
- das Reflexivum von den Personalpronomina abgrenzen
Klassen der Pronomen
| Klasse | Funktion | Wichtigste Formen |
|---|---|---|
| Personalpronomen | ersetzt Person als Subjekt oder Objekt | ego, tū, nōs, vōs |
| Reflexivpronomen | verweist auf das Subjekt des eigenen Satzes | sē, sibi, suī (3. Person) |
| Possessivpronomen | drückt Zugehörigkeit aus | meus, tuus, suus, noster, vester |
| Demonstrativpronomen | weist auf Personen/Dinge hin | is/ea/id, hic/haec/hoc, ille/illa/illud |
| Relativpronomen | leitet Relativsätze ein | qui, quae, quod |
| Interrogativpronomen | fragt nach Personen/Dingen | quis? quid? |
| Indefinitpronomen | bezeichnet Unbestimmtes | aliquis, quidam, quisque, nemo, nihil |
Wichtige Besonderheiten
- Ein eigenes Pronomen der 3. Person fehlt im Lateinischen. Stattdessen wird das Demonstrativpronomen is, ea, id verwendet.
- Das Reflexivpronomen sē und das Possessiv suus beziehen sich stets auf das Subjekt des eigenen Satzes — im Gegensatz zu eum/eam bzw. eius, die auf ein anderes Subjekt verweisen.
- Das Relativpronomen kongruiert in Genus und Numerus mit seinem Bezugswort, sein Kasus richtet sich nach der Funktion im Relativsatz.
- Pronominaladjektive (z. B. ūnus, ūlla, alter, ipse, idem) werden wie Pronomen dekliniert (Gen. Sg. auf -iūs, Dat. Sg. auf -ī).
Zur vollständigen Formenlehre: Pronomina – Deklinationen.