Carmina Burana
Ergänzende Originaltexte aus dem Codicillus Latinus · Mittellateinische Vagantendichtung des 12./13. Jahrhunderts
Über die Carmina Burana
Die Carmina Burana (lateinisch: „Lieder aus Beuren") sind eine Sammlung von rund 250 mittellateinischen, mittelhochdeutschen und altfranzösischen Liedern und Gedichten, entstanden im 11. bis 13. Jahrhundert. Die Handschrift stammt aus dem Kloster Benediktbeuern in Bayern (daher der Name) und befindet sich heute in der Bayerischen Staatsbibliothek München. Sie gilt als die bedeutendste Sammlung weltlicher mittelalterlicher Lyrik.
Inhaltlich kreisen die Texte um die typischen Themen der Vagantendichtung: Natur und Frühling, Liebe und Lust, Glück und Schicksal, Spiel und Trinkfreude. Die Sprache ist Mittellatein — volksnäher als das Cicero-Latein, mit Einflüssen aus der Volkssprache, regelmäßigem Endreim statt quantitierendem Versmaß und einem lebendig-direkten Stil.
Weltberühmt wurde die Sammlung durch Carl Orffs gleichnamige Kantate (1937), die vor allem O Fortuna und Ecce gratum vertonte.