Checkliste für den Prüfungstag
Gute Vorbereitung hört nicht beim Lernen auf. Wer am Prüfungstag das Falsche dabei hat oder falsch plant, verliert unnötig Nerven und Punkte. Diese Checkliste hilft, nichts zu vergessen.
Vorher – Tage vor der Prüfung
- Stowasser als gedruckte Ausgabe besorgen – nicht erst am Vorabend. Die gedruckte Ausgabe ist an fast allen österreichischen Universitäten Pflicht; digitale Versionen oder der Stowasser Primus sind in der Regel nicht zugelassen. Die eigene Ausgabe nach Möglichkeit schon früh im Lernprozess verwenden, damit man sich darin auskennt.
- Zielgerichtete Vokabelwiederholung – auf der Zielgeraden (letzte 2 Wochen) Schwerpunkt auf den Grundwortschatz und die Themengruppen legen, die im Prüfungstext wahrscheinlich vorkommen. Neue Vokabeln in dieser Phase eher meiden.
- Mindestens 5 vollständige Probeklausuren unter echten Zeitbedingungen schreiben – 2 Stunden, nur Stowasser, kein Nachschlagen außerhalb. Die Probeklausuren auf dieser Seite können dafür genutzt werden.
- Anmeldung und Bestätigung ausdrucken und in der Tasche bereithalten. Anmeldefristen liegen oft Wochen vor dem Termin – Bestätigung sorgfältig aufbewahren.
- Prüfungsort und -raum im Voraus klären – wo genau ist der Raum? Gibt es eine Änderung? Lieber einmal zu viel nachfragen.
Am Prüfungstag – Was mitnehmen?
- Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis) – in der Regel zur Identifikation Pflicht.
- Stowasser (gedruckte Ausgabe, keine Markierungen oder eingelegte Zettel, sofern die Universität das nicht erlaubt).
- 2–3 funktionierende Kugelschreiber oder Tintenroller + Tintenkiller oder Korrekturmittel. Prüfungsarbeiten werden meist in Tinte abgegeben.
- Bleistift und Lineal – für die Einrückmethode am Rand des Aufgabenblattes (Bleistiftnotizen können later gelöscht werden).
- Wasser und kleine Stärkung – sofern im Prüfungsraum erlaubt. 2 Stunden konzentrierte Arbeit braucht Energie.
- Eine Uhr – nicht alle Prüfungsräume haben eine sichtbare Uhr. Smartwatches sind manchmal nicht erlaubt; Analoguhr ist die sichere Wahl.
- Anmeldebestätigung – ausgedruckt oder digital, je nach Vorgabe der Universität.
Typische Fehler am Prüfungstag
- Zu langes Verharren an einer schwierigen Stelle – den Satz vorerst überspringen, markieren und am Ende zurückkehren. Zeitplan einhalten: → Zeitplan in der Klausur
- Eigennamen übersetzen – Rōmulus bleibt Romulus, Caesar bleibt Caesar. Geographische Namen werden ebenfalls in der Regel unübersetzt belassen oder mit der gebräuchlichen deutschen Entsprechung angegeben (Gallia → Gallien).
- Wörterbuch-Sucherei für jedes Wort – bekannte Wörter nicht nachschlagen, unbekannte Schlüsselwörter zuerst erschließen (Kontext, Wortbildung), erst dann zum Stowasser greifen.
- Absoluter Ablativ (Ablativus absolutus) mit Bezugswort des Hauptsatzes verwechselt – das Bezugsnomen des Abl. abs. darf nicht identisch mit dem Hauptsatz-Subjekt sein. Ist es das, liegt ein verbundenes Partizip (Participium coniunctum) vor.
- Konjunktiv Imperfekt im Hauptsatz nicht als Unwirklichkeitsaussage (Irrealis) erkannt – faceret im HS ohne einleitende Konjunktion = Unwirklichkeitsaussage der Gegenwart (Irrealis) (würde tun), nicht Nebensatz.