Publius Cornelius Tacitus

ca. 55–120 n. Chr. · Historiker und Senatsredner · meisterhafter Stilist

Biographie und Stil

Publius Cornelius Tacitus (ca. 55–120 n. Chr.) gilt als der bedeutendste lateinische Historiker. Als Senator und Konsul (97 n. Chr.) erlebte er die Herrschaft von Domitian, Nerva und Trajan aus nächster Nähe. Seine Werke sind von einem tiefen Misstrauen gegenüber Tyrannei, Schmeichelei und Machtmissbrauch geprägt. Sein Stil ist das Gegenteil von Ciceros Fülle: komprimiert, dunkel, mit prägnanten Wendungen. Er liebt schiefe Konstruktionen, unerwartete Wortstellungen und variierte Syntax – was ihn für Lernende anspruchsvoll, aber faszinierend macht.

Hauptwerke: Annales (Kaiserzeit von Tiberius bis Nero), Historiae (Vierkaiserjahr 69 n. Chr.), Germania, Agricola, Dialogus de oratoribus.

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