Publius Ovidius Naso

43 v. Chr. – 17/18 n. Chr. · Dichter · Schwierigkeit: schwer

Biographie und Stil

Publius Ovidius Naso (43 v. Chr. – 17/18 n. Chr.) stammte aus Sulmo (Mittelitalien). Er wurde der erfolgreichste und meistgelesene Dichter seiner Zeit, bevor ihn Augustus 8 n. Chr. in das abgelegene Tomi am Schwarzen Meer verbannte – offiziell wegen seines Lehrgedichts Ars Amatoria, wahrscheinlich aber auch aus politischen Gründen. Dort starb er als alter Mann im Exil.

Ovid schreibt im elegischen Distichon (Hexameter + Pentameter) oder im epischen Hexameter. Sein Stil ist spielerisch, bildhaft und witzig – selbst in mythologischen Katastrophen behält er eine leicht ironische Note. Die Metamorphosen (15 Bücher) erzählen über 250 Verwandlungsmythen in einer kunstvoll verbundenen Kette. Für das Latinum sind Ovid-Texte wegen der Metrik und der Inversionen anspruchsvoll, aber dankbar wegen der lebendigen Inhalte.

Hauptwerke: Metamorphoses (15 Bücher, Hexameter), Amōrēs, Ars Amatoria, Tristia, Epistulae ex Ponto.

Bearbeitete Textstellen

Hinweis zur Metrik

Ovids Verse sind im daktylischen Hexameter geschrieben. Wer das Versmaß noch nicht kennt, sollte zuerst die Grundlagen der Metrik nachlesen – das Skandieren hilft beim Verstehen der Wortgrenzen und der Betonung. Für die Latinums-Prüfung in Österreich werden Gedichttexte von Ovid seltener gestellt, sind aber möglich bei höherem Anspruchsniveau.