Gaius Caecilius Secundus Plinius
ca. 61–113 n. Chr. · Rechtsanwalt, Senator, Epistolograph · Schwierigkeit: mittel–schwer
Biographie und Stil
Gaius Caecilius Secundus Plinius – bekannt als Plinius der Jüngere – wurde um 61 n. Chr. in Comum (heute Como) geboren. Er war Neffe und Adoptivsohn des Naturforschers Plinius des Älteren. Als Rechtsanwalt, Senator und kaiserlicher Gouverneur von Bithynien (ca. 111–113 n. Chr.) war er einer der einflussreichsten Männer seiner Zeit. Er starb um 113 n. Chr. in seinem Amt.
Plinius' Epistulae sind kunstvolle, literarisch ausgearbeitete Briefe – kein privater Schriftverkehr, sondern für die Veröffentlichung bestimmte Prosastücke. Sein Stil verbindet silbernlateinischen Reichtum mit epistolärer Kürze: verschachtelte Perioden, pointierte Abschlüsse, variationsreiche Satzstruktur. Besonders die Bücher I–IX sind sprachlich anspruchsvoll, während Buch X (Korrespondenz mit Trajan) klarer und sachlicher ist.
Hauptwerk: Epistulae (10 Bücher), Panegyricus (Lobrede auf Trajan).
Bearbeitete Textstellen
Epistulae VI,16
Der Ausbruch des Vesuvs (79 n. Chr.) und der Tod des älteren Plinius – ein antikes Augenzeugendokument.
Schwierigkeit: mittel–schwer · Brief · ~7 Zeilen
Epistulae X,96
Plinius fragt Kaiser Trajan, wie mit Christen in Bithynien zu verfahren sei – historisch bedeutsames Zeugnis.
Schwierigkeit: mittel · Brief · ~7 Zeilen